Von Argentinien nach Puerto Montt in Chile.
Heute reise ich über die Grenze nach Chile.
■Grenzübergang: Argentinien (San Carlos de Bariloche) → Chile (Puente Uruguay), Paso Cardenal Antonio Samoré
Die Gebäude für die argentinische Ausreise und die chilenische Einreise sind etwa 40 km voneinander entfernt.
Zuerst erledigt man die argentinische Ausreise, fährt dann 40 km und nimmt die chilenische Einreise in Angriff.
■Argentinische Ausreise
Vor dem Eingangsbereich gibt es ein Tor, an dem man kurz angehalten wird. Ein Beamter schreibt das Kennzeichen auf ein Blatt Papier, das man dann entgegennimmt und in den Ausreisebereich geht.
Dort stellt man das Motorrad irgendwo hin. Einige Leute stellen ihre Autos in einer Reihe auf, aber das ist sinnlos, da man sich nicht bewegen kann, bevor man die Formalitäten erledigt hat.
Man betritt das Gebäude, um die notwendigen Unterlagen auszufüllen.
Zuerst erhält man den Ausreisetempel. Das geht schnell. Danach erhält man auf dem Blatt Papier, das man vom Beamten bekommen hat, einen Stempel.
Als nächstes kommt der Zoll. Hier gibt es eine lange Schlange, die sich bis nach draußen erstreckt, also muss man etwa 30-40 Minuten warten.
Beim Zoll muss man keine Angaben machen, sondern gibt nur das argentinische "Permiso" ab und zeigt seinen Reisepass und den Eigentumsnachweis des Motorrads.
Nachdem man das erledigt hat, erhält man einen weiteren Stempel auf das Blatt Papier, das man vom Beamten bekommen hat.
Damit sind die argentinischen Ausreiseformalitäten abgeschlossen.
Man geht nach draußen, setzt sich auf das Motorrad und verlässt den Ausreisebereich.
Beim Verlassen des Ausreisebereichs zeigt man dem Beamten am Tor das Blatt Papier, das man vorher bekommen hat, und er prüft es.
Man gibt das Papier dann dem Beamten. Für die chilenische Einreise bekommt man ein neues Blatt Papier, also ist das kein Problem.
■Chilenische Einreise
Auch hier gibt es vor dem Eingangsbereich ein Tor, an dem man kurz angehalten wird. Ein Beamter schreibt das Kennzeichen auf ein Blatt Papier, das man dann entgegennimmt und in den Einreisebereich geht.
Dort stellt man das Motorrad irgendwo hin und geht in das Gebäude, um die Formalitäten zu erledigen.
Zuerst kommt die Einreise. Man erhält den Einreisetempel. Ein Beamter stellt Fragen auf Spanisch, die man nicht versteht. Der Beamte sagt: "Na, egal", und gibt einem einfach den Stempel. Vielleicht liegt es daran, dass ich ein Japaner bin. Oder vielleicht liegt es daran, dass ich zum zweiten Mal nach Chile einreise.
Danach kommt der Zoll.
Hier muss man ein Formular ausfüllen. Man füllt ein Formular aus, das auf dem Schreibtisch liegt. Das ist eine Zollanmeldung, ähnlich wie beim Ein- und Ausreise mit dem Flugzeug.
Wenn das Motorrad nicht in Argentinien zugelassen ist, muss man ein weiteres Formular ausfüllen.
Man sagt dem Beamten Bescheid, und er gibt einem das Formular, das man dann ausfüllt.
Das Formular für die Zollanmeldung hatte englische Übersetzungen, was es verständlich machte, aber das Formular, in dem man das Motorrad eintragen muss, war nur auf Spanisch, also war es schwierig. Aber irgendwie hat man ein Gefühl dafür, welche Wörter man braucht, und da die Zulassungsbescheinigung meines Motorrads in Kolumbien auch auf Spanisch war, konnte man anhand der gleichen Wörter erraten, was man eintragen muss.
Man füllt diese Formulare aus und erhält eine Kopie des "Permiso" (eine Art vorübergehende Einfuhrgenehmigung für das Motorrad).
Die Zollanmeldung muss man nicht am Schalter abgeben, sondern einem Beamten draußen geben.
Man geht nach draußen und fährt das Motorrad zum Beamten, der die Gepäckkontrolle durchführt.
Dort gibt man dem Beamten die Zollanmeldung.
Manche Beamten scheinen gar nicht zu kontrollieren, aber in meinem Fall gab es ein paar einfache Fragen.
"Haben Sie Tiere dabei?" → Nein
"Haben Sie Pflanzen oder Früchte dabei?" → Nein
Dann sagte man, man solle das Motorrad abstellen, damit es kontrolliert werden kann. Man stellte es ab, und der Beamte kontrollierte es kurz.
Danach fuhr man das Motorrad zum Ausgang des Einreisebereichs und gab dem Beamten am Tor das Blatt Papier, das man am Anfang bekommen hatte. Daraufhin öffnete sich das Tor, und man konnte problemlos einreisen.
Kettenwechsel in Puerto Montt.
Im Touristeninformationszentrum von Puerto Montt fragte ich nach einem Motorradgeschäft, um einen Ölwechsel durchführen zu lassen.
Ich hatte eigentlich nur einen Ölwechsel geplant, aber ein Mitarbeiter sagte: „Diese Kette sollten Sie wechseln“ und „Was halten Sie von dem hier?“. Da es günstig war, entschied ich mich, sie zu wechseln. Das sollte sich später als nachteilig erweisen.
Damals dachte ich: „Damit bin ich während meiner Patagonien-Tour sicher…“.